Elfenbeinhandel rottet Elefanten aus

Berlin, 24. April 2013 - Kleine Fortschritte bei der Artenschutzkonferenz

Anfang dieses Jahres töteten Wilderer im Kamerun etwa 400 Tiere in einem Nationalpark. Schätzungen zufolge werden pro Jahr rund 38.000 Elefanten gewildert, mit steigender Tendenz. Hauptgrund ist der illegale Elfenbeinhandel. Die Kunden des „weißen Goldes“ sitzen vor allem in asiatischen Ländern. Erlöse aus dem illegalen Handel finanzieren militärisch ausgerüstete Wildererbanden und korrupte Regime.

Gesunde und tragfähige Elefantenpopulationen sind jedoch entscheidend für viele Ökosysteme des afrikanischen Kontinents. Die Tiere leisten einen wichtigen Beitrag zur Offenhaltung der typischen afrikanischen Savannen – dem Lebensraum zahlreicher Arten – und damit auch zum Tourismus. Gesunde Wildtierbestände sind also eine wesentliche wirtschaftliche Grundlage vieler afrikanischer Länder. Auch Entwicklungsprojekte zur Armutsbekämpfung basieren vielfach auf dem Tourismus.

Aus diesen Gründen hat Josef Göppel einen interfraktionellen Antrag zum besseren Elefantenschutz initiiert, der am 29. November 2012 im Bundestag beschlossen wurde. Ansatzpunkte sind die Unterstützung beim Artenschutz und dessen Vollzug sowie eine vermehrte Aufklärungsarbeit in den Abnehmerländern.

Inzwischen einigte sich die internationale Artenschutzkonferenz in Bangkok auf strengere Schutzmaßnahmen.

Lesen Sie hier Josef Göppels Bundestagsrede dazu.